Für Patienten

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Sprechzeiten

Allgemeine Sprechstunden:

Montag bis Freitag von 8.00-16.00Uhr

In den allgemeinen Sprechstunden bieten wir die umfassende Versorgung des gesamten onkologischen und strahlentherapeutischen Spektrums an. Die Terminvereinbarungen erfolgen über unsere Leitstelle. Wir bitten Sie um telefonische Kontaktaufnahme.

 Sprechstunde Privatpatienten

individuelle Terminvereinbarung (Montag bis Freitag 8.00-11.00Uhr)

Die Terminvereinbarungen erfolgen über das Sekretariat von Prof. Dr. Dr.Hess.Wir bitten Sie um telefonische Kontaktaufnahme.

Spezialsprechstunden:

Individuelle Terminvereinbarung

Bezüglich spezieller Fragestellungen (z.B. stereotaktische Behandlungen, Brachytherapien, erneute Behandlungen nach Vorbestrahlungen) vereinbaren wir auch gerne individuelle Termine in unserer Ambulanz. Diese Fälle sind oftmals komplexer und aufwändiger, sodass wir uns in diesen Fällen gerne mehr Zeit für den individuellen Patienten nehmen möchten. Zudem ist es oftmals erforderlich, dass mehrere Ärzte unserer Abteilung schon ab dem Erstgepräch in die Behandlung involviert sind, um alle Facetten der Erkrankung und der Behandlung auf höchsten Qualitäts- und Wissenschaftsniveau garantieren zu können. Die Terminvereinbarungen erfolgen über unsere Leitstelle, wir bitten Sie um telefonische Kontaktaufnahme.

Tel. (0551) 39 88 66

Vor der Behandlung

Bevor wir mit den  vorbereitenden oder therapeutischen Maßnahmen beginnen, führen wir mit Ihnen zunächst ein ausführliches Erstgespräch (auch Aufklärungsgespräch genannt). Im Idealfall sind uns Ihre Krankenunterlagen bereits einige Zeit vor diesem Gespräch zugegangen, so dass wir über Ihre Krankengeschichte unterrichtet sind und Gelegenheit hatten, eventuell mit den überweisenden oder operierenden Kollegen Rücksprache zu halten. Sollten sich darüber hinaus noch Unterlagen, zum Beispiel Röntgenbilder oder Arztbriefe, in Ihrem persönlichen Besitz befinden, möchten wir Sie dringend bitten diese zum Erstgespräch mitzubringen.

Das Erstgespräch

Zweck des Aufklärungsgespräches ist es einerseits, Sie über das Therapieziel und  den Behandlungsablauf sowie mögliche Nebenwirkungen und Alternativen zu informieren. Andererseits liefert es dem behandelnden Arzt weitere wichtige Grundlagen für die Planung Ihrer Behandlung. Er wird Sie deshalb auch noch einmal persönlich nach dem Verlauf Ihrer Erkrankung und den bisher durchgeführten therapeutischen Maßnahmen befragen. Die anschließende körperliche Untersuchung dient dem Arzt dazu, das Bild Ihrer Erkrankung zu vervollständigen.

Wichtige allgemeine Inhalte des Aufklärungsgespräches dokumentiert ein so genannter Aufklärungsbogen, der gleichzeitig als Einverständniserklärung für die Durchführung der  Strahlentherapie gilt. Sicher kennen Sie diese Art von Formularen bereits aus der eventuell vorangegangenen Operation oder anderen Behandlungen und wissen, dass uns der  Bogen von Ihnen  unterzeichnet vorliegen muss, bevor wir mit der Therapie beginnen können.

Ein weiterer wichtiger Aspekt des Erstgespräches ist, dass es Ihnen die Möglichkeit gibt, mit Ihrem zukünftigen Arzt und Therapeuten erstmals ausführlich über Ihre Sorgen und Ängste – im Zusammenhang mit Ihrer Erkrankung und der bevorstehenden Strahlentherapie – zu reden. Für den Fall, dass Sie bei diesem ersten Gespräch etwas nervös oder aufgeregt sind, kann es hilfreich sein, wenn Sie sich bereits im Vorfeld einige Notizen bezüglich Ihrer Sorgen und Fragen machen.

Auch wenn es um scheinbar Nebensächliches geht: es gibt keine Frage, die es nicht wert wäre, gestellt und beantwortet zu werden. Wir nehmen uns dafür gerne die nötige Zeit und Ruhe. Falls es erst im weiteren Verlauf der Therapie zu Fragen, Unsicherheiten oder gar Problemen kommt, sind Ihr behandelnder Arzt und das Team ebenfalls jederzeit für Sie da.

Übrigens: Wenn Sie mögen, lassen Sie sich zum Erstgespräch von einer Person Ihres Vertrauens begleiten. Dadurch erhalten wir oftmals eine wertvolle Unterstützung in unserem Bemühen, das Gesamtbild Ihrer Erkrankung möglichst vollständig zu verstehen. Zudem haben Sie den Vorteil, dass Sie das  Gespräch später gemeinsam mit Ihrer Begleitperson noch einmal in Ruhe aufarbeiten zu können.

Die Behandlungsplanung

Ihr nächster Termin gilt der präzisen Planung Ihrer bevorstehenden Bestrahlung. Dabei handelt es sich um den mit Abstand aufwendigsten Teil der gesamten Therapie.

Ziel der Behandlungsplanung ist es, Ihre persönlichen Bestrahlungsparameter zu ermitteln, die bei größtmöglicher Effizienz der Behandlung jedes unnötige Risiko für das gesunde Gewebe vermeiden soll.

Als Grundlage für die optimale Planung  dienen uns dabei Ihre Krankenunterlagen, bestehend aus Arztbriefen, Berichten vorausgegangener Behandlungen, Pathologiebefunden, Röntgenbildern und vielen andere Unterlagen.

Generell ist für die computerbasierte Bestrahlungsplanung die Anfertigung einer Computertomographie der betroffenen Körperregion in unserer Abteilung erforderlich (in der Regel ohne Kontrastmittel). Auch wenn Sie direkt vor der Behandlung bei uns eine aktuelle CT- Untersuchungen haben vornehmen lassen, können diese Untersuchungen uns zwar wertvolle Informationen für die Planung liefern, sie können die CT Untersuchung bei uns aus technischen Gründen jedoch nicht ersetzen.

In Abhängigkeit von der Lage des Tumors, der zu behandelnden Region und des Allgemeinzustandes des Patienten wird eine individuelle Lagerung auf dem Behandlungstisch vorgenommen, um eine gleichbleibende Präzision während der gesamten Behandlungszeit zu gewährleisten. Die Lagerungshilfen sind in aller Regel Kissen, Vakuumkissen und spezielle Halterungen.Bei Behandlungen im Kopfbereich werden von uns individuelle Bestrahlungsmasken angepasst. Die Masken bestehen aus einem Kunststoff, der in warmem Zustand genau an das individuelle Profil angepasst wird. Zweck der Maske ist es zum einen, die besonders ruhige Lage des Kopfes während der Bestrahlung sicherzustellen. Zum anderen dient die Maske aber auch als Träger für die Feldeinzeichnungen, damit im Gesichts- und Halsbereich keine für alle sichtbaren Markierungen vorgenommen werden müssen. Dies ermöglicht es eine zusätzliche psychische Belastung für den Patienten zu vermeiden.

Die Anfertigung und Anpassung der Lagerungshilfen kann durchaus etwas Zeit in Anspruch nehmen, sodass dieser Termin zeitintensiv sein kann.

In der eingehenden Analyse der Unterlagen und Untersuchungsergebnisse, sowie der Fusion der diagnostischen Bildgebung mit unseren Planungsbildern, wird ein individuelles Zielvolumen für die Behandlung erstellt. Basierend auf der modernsten Planungssoftware werden in enger Zusammenarbeit zwischen Ärzten und Medizinphysikexperten die für Sie idealen Behandlungsparameter ermittelt.

Die so erstellten Behandlungspläne werden sowohl seitens der Ärzte als auch seitens der Medizinphysikexperten nach dem 4-Augen-Prinzip unabhängig überprüft, bevor die Behandlung freigegeben wird.

Die Simulation

Je nach Art der Bestrahlungstechnik und Lage des Tumors, erfolgt in einigen Fällen vor Beginn der eigentlichen Behandlung eine sogenannte Simulation. Bei der Simulation wird überprüft, ob die virtuell ermittelten Parameter der Bestrahlung mit den realen, individuellen Gegebenheiten des jeweiligen Patienten übereinstimmen.

Es findet hierbei noch keine Bestrahlung statt. Der betroffenen Körperabschnitt wird ggf. auch mit der Anwendung von Kontrastmittel durchleuchtet. Gleichzeitig wir die Position des Gerätes optimal auf das Zielvolumen eingestellt.Die nun ermittelten Positionen der Bestrahlungsfelder und die Markierungen für die korrekte Lagerung werden mit einem speziellen Stift auf der Hautmarkiert. Es ist besonders wichtig, dass diese Markierungen während der gesamten Behandlungsphase erkennbar bleiben, da es sonst erforderlich sein kann, den Planungsprozess neu durchlaufen zu müssen.

Die Markierungen werden mit einem wasserfesten Pflaster überklebt, sodass eine weitgehend normale Körperhygiene auch während der Behandlungszeit möglich ist. Sie sollten allerdings in den Bereichen der Pflaster und Markierungen auf ausgiebiges Duschen, Banden und die Verwendung von Seife oder Hautcremes verzichten. Alle weiteren Informationen und Verhaltensratschläge erhalten Sie von den MTRAs und Ärzten.

Nach Abschluss der Simulation erfolgt noch einmal eine Überprüfung des Behandlungsplans nach dem 4-Augen-Prinzip, erst dann wird der Plan für die Therapie endgültig freigegeben und die Behandlung kann beginnen.

Simulator Acuity  (©2014: Firma Varian medical systems)

Simulator Acuity
(©2014: Firma Varian medical Systems)

 

Während der Behandlung

Beim Betreten unserer Abteilung melden Sie sich mit dem Barcode auf Ihrer Terminkarte in unserem System an. Somit wissen wir umgehend, dass Sie zu Ihrem Termin in unserer Klinik erschienen sind und können Sie, ohne größere Wartezeiten, behandeln.

Zunächst werden Sie von einem unserer medizinisch-technischen Radiologieassistenten/-innen (MTRA)in eine separate, den Behandlungsraum vorgelagerte Umkleidekabine geführt. Dort können Sie Ihre persönlichen Dinge ablegen und die für die korrekte Behandlung hinderlichen Kleidungsstücke ablegen. In der Regel reicht es aus die eingezeichneten Felder freizumachen.

Anschließend werden Sie in den Behandlungsraum geführt und dort von den MTRAs entsprechend den Planvorgaben auf dem Therapiegerät gelagert. Der Behandlungstisch wird aus hygienischen Gründen für jeden Patienten neu mit frischen Laken abgedeckt.

Es ist also nicht erforderlich, dass Sie ein Handtuch oder eine Decke zur Behandlung mitbringen.

Auf dem Behandlungstisch werden die vorher angepassten Lagerungshilfen oder Masken wieder angelegt. Alle individuell angepassten Lagerungshilfen verbleiben über die gesamte Therapiedauer mit Ihrem Namen gekennzeichnet am Behandlungsgerät.

Mit Hilfe der Lagerungshilfen und eines Laserkoordinatensystem wird das Bestrahlungsgerät genau auf die Feldeinzeichnungen ausgerichtet.

Während der eigentlichen Behandlung sind Sie für die kurze Zeitdauer der Bestrahlung allein im Therapieraum. Über eine Sprechanlage können Sie aber jederzeit Kontakt mit uns aufnehmen. Zudem stehen Sie mittels einer Videoanlage unter ständiger Beobachtung, so dass wir jederzeit auf Ihr Signal die Bestrahlung unterbrechen könnten.

In Abhängigkeit der Bestrahlungstechnik wird  vor der Applikation der Bestrahlung  in der Bestrahlungsposition eine Röntgenaufnahme angefertigt. Diese Röntgenkontrollen ermöglichen es uns, gerade bei den komplexen Bestrahlungstechniken eine hohe und gleichbleibende Präzision, zu garantieren. Die Kontrollaufnahmen werden regelmäßig von den zuständigen Ärzten im Rahmen der Qualitätskontrolle überprüft und wenn nötig die Lagerung korrigiert.

Darüber hinaus ist die tägliche Therapiedauer unter anderem abhängig von der Bestrahlungstechnik, der Lage des Tumors und der Anzahl der zu behandelnden Regionen.

Eine einzelne Therapiesitzung dauert zwischen fünf und maximal zwanzig Minuten. Durch eine umfassende Betreuung seitens der MTRAs und der Ärzte werden diese Therapiezeiten gut toleriert. So sorgen wir unter anderem bei Schmerzen oder psychischen Ängsten durch eine angepasste Therapie dafür, dass die Therapie möglichst störungs- und beschwerdefrei  durchgeführt werden kann.  Dies findet besipielsweise durch eine individuelle medikamentöse Schmerztherapie oder die  Einbindungdes psychoonkologischen Dienstes der UMG statt.

Die Bestrahlung selbst werden Sie nicht bemerken. Es werden keine Nervenreizungen im Sinne von Schmerzempfindungen, Temperaturempfindungen oder ähnlichen Wahrnehmungen ausgelöst. Trotzdem können sich allmählich über den gesamten Behandlungszyklus  so genannte akute Nebenwirkungen einstellen. Mit diesen Reaktionen ist überwiegend in der zweiten  Hälfte des Therapiezyklus zu rechnen. Am ehesten sind Organe und Strukturen wie die Haut oder die Schleimhäute betroffen.

Aus diesen Gründen sind während des gesamten Therapiezyklus die Ärzte an den Behandlungsgeräten für Sie zuständig und bei Fragen oder Problemen jederzeit ansprechbar. Der zuständige Arzt wird Sie mindestens einmal pro Behandlungswoche visitieren, bei Beschwerden oder einem erhöhten Risiko für Begleiterscheinungenkann dies auch häufiger erfolgen. Ebenso gehören regelmäßige Blutkontrollen zu den  Qualitätsstandards in der Patientenversorgung unter der Therapie.

Sollte im Verlauf eine stationäre Versorgung erforderlich werden, wird dies ebenfalls durch die zuständigen Ärzte veranlasst und koordiniert. Insgesamt möchten wir an Sie appellieren bei Problemen oder Beschwerden frühzeitig an uns heranzutreten, um eine schnellstmögliche Versorgung und Behandlung dieser Beschwerden zu ermöglichen.

Im Verlauf des Therapiezyklus kann es erforderlich sein, dass wir in regelmäßigen Abständen Röntgenkontrolluntersuchungen/ CT-Kontrolluntersuchungen durchführen. Dies kann aus mehreren Gründen erforderlich sein. So kann die Beobachtung des Tumoransprechens mit einer Verkleinerung der Bestrahlungsfelder und somit mit einer schonenderen Behandlung einhergehen. Dieses Verfahren wird adaptive Radiotherapie genannt. Ein weiterer Aspekt ist die beständige Qualitätskontrolle und Qualitätssicherung der Behandlung.

Durch die entsprechenden organisatorischen Voraussetzungen können Sie davon ausgehen, dass Ihr Aufenthalt bei uns, einschließlich einer kurzen Wartezeit, etwa 15-30 Minuten pro Sitzung betragen wird. Lediglich für die erste Bestrahlung oder bei einer Umstellung der Bestrahlungstechnik sollten Sie etwas mehr Zeit einplanen, da Ihre Bestrahlungsparameter für die maximale Sicherheit der Therapie noch einmal in allen Einzelheiten geprüft werden.

Die Termingestaltung

Ihre Bestrahlungstermine werden üblicherweise für die ausstehende Therapiewoche vereinbart. Es ist unser Ziel, dass die Termine möglichst um einen festen Zeitpunkt erfolgen. Wir werden  die Rücksprache mit Ihnen suchen, um größtmögliche Rücksicht auf Ihren persönlichen Tagesrhythmus nehmen zu  können, soweit es die gesamte Terminkoordinierung für alle Patienten zulässt.

Auch wenn Sie zu Ihrer sonst üblichen Behandlungszeit einmal andere Termine wahrzunehmen haben, werden wir uns selbstverständlich bemühen, Ihre Wünsche bei der Terminplanung zu berücksichtigen. Um diesen Wünschen unkompliziert entsprechen zu können, möchten wir Sie bitten, dass Sie uns besondere oder abweichende Terminwünsche frühzeitig, also mindestens 2-3 Tage vorab, mitteilen.

Darüber hinaus möchten wir Sie bitten, im Interesse eines optimalen Behandlungsergebnisses keinen Behandlungstermin ohne zwingende Notwendigkeit ausfallen zu lassen.

Nach der Behandlung

Auch nach Abschluss Ihrer Behandlung in unserer Klinik, werden wir uns Ihnen weiter annehmen und stehen jederzeit für Rückfragen und andere Belange zur Verfügung. (Die sogenannte onkologische Führung bleibt jedoch in der Regel weiterhin bei dem Arzt, der Sie zu uns überwiesen hat bzw. sie regelmäßig im Anschluss an unsere Behandlung sieht (zum Beispiel ein Onkologe oder  Gynäkologe). Insgesamt umfasst der Nachsorgezeitraum fünf Jahre. Dieser Zeitraum ist zum einen gesetzlich festgelegt, zum anderen ist uns die strukturierte Nachsorge, als ein zentraler Bestandteil unserer Behandlungskonzepte, ein besonderes Anliegen. Dies ermöglicht es uns die hohen Qualitätsansprüche an unsere Therapie und Betreuung auch noch bei bereits therapierten Patienten nachhaltig zu sichern. Darüber hinaus liefert  uns die strukturierte Nachsorge im Sinne der internen Qualitätskontrolle und Qualitätssicherung einen wesentlichen Beitrag zum Erhalt und zur Verbesserung der Behandlungsgüte unserer Therapien.

Zusätzlich zu unseren aktuellen Patienten können insbesondere die zukünftige Patienten, die eine Therapie in unserer Klinik erhalten, hiervon profitieren.

 

Das Abschlussgespräch

Wenn Sie Ihre letzte Bestrahlung erhalten haben, folgt noch einmal ein ausführliches Abschlussgespräch mit Ihrem behandelnden Arzt. Dabei werden wir Sie hinsichtlich aller relevanten Aspekte für die  Zeit nach der Behandlung beraten und andere eventuell erforderliche Verhaltensmaßnahmen besprechen.

Nach einem kurzen Zeitintervall, in aller Regel  14 Tage nach der letzten Behandlung, werden wir mit Ihnen einen Kontrolltermin in unserer Abteilung vereinbaren, um möglicherweise noch nach Abschluss der Behandlung aufgetretene Begleiterscheinungen der Bestrahlung kontrollieren und ggf. behandeln zu können.

Ein wichtiger Inhalt des Abschlussgespräches ist zudem das Nachsorgekonzept, an dem auch Ihr behandelnder onkologischer Facharzt oder Hausarzt beteiligt ist. Hierfür wird Ihnen von uns ein Nachsorgepass mit den wichtigsten  Informationen zu der von uns  durchgeführten Behandlung ausgestellt. Im Nachsorgepass werden auch die Termine für die regelmäßigen Nachsorgetermine in unserer Abteilung vermerkt.

Die fachspezifische Tumornachsorge wird durch den bisher behandelnden onkologischen Facharzt durchgeführt.

Unabhängig davon werden wir Sie zu regelmäßigen strahlentherapeutischen Nachsorgen einbestellen.

Strahlentherapeutische Nachsorge

Nach vollständiger Zurückbildung der unmittelbaren behandlungsbedingten Begleiterscheinungen werden wir Sie in regelmäßigen Abständen zur strahlentherapeutischen Nachsorge in unserer Abteilung einbestellen. Die zeitlichen Abstände können, abhängig von der Therapie und der Art der Erkrankung, zwischen 3 Monaten und 18 Monaten variieren.

Im Rahmen dieser Nachsorgetermine erfolgt eine auf die strahlentherapeutische Behandlung bezogene klinische Untersuchung und Besprechung des Verlaufes.

In seltenen Fällen können behandlungsbedingte Beschwerden längerfristig bestehen und  eine weiterführende Therapie erforderlich machen.

Im Rahmen der Nachsorge in unserer Abteilung werden die ggf. erforderlichen therapeutischen Maßnahmen eingeleitet und regelmäßig und intensiv überwacht.

Sofern es zwischen diesen Untersuchungen zu Beschwerden kommt, die möglicherweise auf die Bestrahlungsbehandlung zurückzuführen sind, sollten Sie mit uns unmittelbar Kontakt aufnehmen, damit wir uns Ihrer Probleme annehmen können.

Checkliste

Wir benötigen im Allgemeinen folgende Unterlagen:

  • Wir möchten Sie bitten, dass Sie zu Ihrem Erstgesprächstermin, alle Ihnen vorliegenden Unterlagen mitbringen. Aus unserer langjährigen Erfahrung wissen wir, dass viele Patienten noch über weitergehende Unterlagen verfügen, die das Gesamtbild noch weiter schärfen können und auch wichtige Nebenaspekte, wie Begleiterkrankungen ausführlich beschreiben.Wir benötigen im Allgemeinen folgende Unterlagen:
    • Aktuelle Staginguntersuchungen (Röntgen-/Computer-/Szintigraphie- und Kernspintomographiebilder, jeweils mit Befunden) auf CD/DVD
    • Arztbriefe von Hausarzt / Fachärzten und Krankenhausaufenthalten
    • Befunde von Untersuchungen von Fachärzten / Krankenhäusern (Magenspiegelungsbefunde Darmspiegelungsbefund, Lungenfunktionsbefunde, Ultraschalluntersuchungen)
    • Histologie-Befunde/ Pathologiebericht
    • Informationen über zusätzliche Erkrankungen (z.B. Herz-, Lungen- oder Nierenerkrankungen)
    • aktuelle Laborbefunde
    • falls in einer anderen Strahlentherapie vorbestrahlt: Vorbestrahlungs-Befunde und –Bilder
    • aktuelle Aufstellung der Medikamente (Medikamentenplan)
    • Allergiepaß
    • Krankenversichertenkarte
    • Überweisungsschein

Und noch einige Tipps zum Erstgespräch:

  • Notieren Sie vor dem Gespräch alle Fragen, die Ihnen spontan durch den Kopf gehen
  • Wenn Sie sich allein unsicher fühlen, so bringen Sie eine Vertrauensperson mit, welche Sie begleitet. Vier Ohren hören bekanntlich mehr als zwei.
  • Es ist wichtig, dass Sie verstehen, was Ihnen Ihr Arzt erklärt und worum es geht. Fragen Sie stets nach, wenn Sie etwas nicht verstanden haben oder etwas unklar ist. Lassen Sie sich die medizinischen Fachausdrücke erklären!

Vielen Dank für Ihre Mitarbeit!

FAQ

Anfahrt mit eigenem PKW

Bei Nutzung des eigenen Fahrzeuges übernehmen wir für Sie die Parkgebühren. Den Parkschein können Sie an unserer  Leitstelle entwerten lassen, er ist am gesamten Tag der Entwertung gültig. Vor Beginn der Behandlung können Sie sich an unserer Leitstelle einen Serienschein für Privatfahrten ausstellen lassen, auf dem jeder Bestrahlungstermin eingetragen werden muss. Am Ende Ihrer Behandlung wird dieser von dem zuständigen Arzt unterschrieben und Sie erhalten dann ggf. von Ihrer Krankenkasse einen Zuschuss zu den Fahrtkosten.

Anmeldung zur täglichen Bestrahlung

melden Sie sich nach Betreten der Abteilung an einer der Anmeldestationen an. Diese bestehen aus einem Bildschirm mit integriertem Barcode-Scanner. Der Strichcode auf Ihrer Terminkarte dient hierbei zur Identifikation. Diesen halten sie in den Laserscanner unter dem Gerät (ähnlich Vorgang wie an einer Kasse im Supermarkt). Dadurch bekommt das Personal an dem entsprechenden Bestrahlungsgerät eine Nachricht über Ihre Anwesenheit in der Abteilung. Eine Anmeldestation befindet sich gleich am Eingang der Abteilung, eine weitere in der Wartezone des Clinac 3. Am ersten Tag der Bestrahlung erhalten Sie von uns noch einmal eine persönliche  Einweisung.

Ansprechpartner

Ihr Ansprechpartner ist der Arzt, der auf Ihrer Terminkarte auf der Vorderseite eingetragen wurde. Außerdem steht Ihnen jederzeit der diensthabende  Arzt am Bestrahlungsgerät  für Ihre Fragen, Wünsche oder Probleme zur Verfügung. Wenn Sie einen Arzt sprechen möchten, fragen Sie bitte eine MTRA am Bestrahlungsgerät, am besten vor Beginn der Bestrahlung. Außerhalb der regulären Dienstzeiten und am Wochenende rufen Sie bitte unsere Station 5024 unter der Telefonnummer: 0551-398685 an, dort ist immer jemand erreichbar.

Blutentnahmen / Blutbild

Die während des Bestrahlungszeitraumes notwendigen Blutentnahmen werden üblicherweise von Ihrem Hausarzt durchgeführt. In Ausnahmefällen (unter anderem mehrmalige Kontrollen pro Behandlungswoche, gebrechlicher Allgemeinzustand des Patienten oder Urlaubszeit des Hausarztes) werden wir die Blutabnahmen auch in unserer Klinik durchführen.

Quartalswechsel

Nach jedem Quartalswechsel ( 1.Jan. / 1.April / 1.Juli / 1.Oktober ) benötigen wir von allen ambulanten Patienten einen neuen Überweisungsschein vom Hausarzt oder vom behandelnden Facharzt sowie  die Krankenkassenkarte (Chipkarte). Bitte melden Sie sich damit an unserer Leitstelle.

Rezepte

Wenn Sie vom Gerätearzt ein Rezept ausgehändigt bekommen, muss dieses noch mit Ihrem Namen versehen werden damit es gültig ist. Bitte begeben Sie sich zum Bedrucken des Rezeptes  an unsere Leitstelle.

Stationäre Aufnahme / Entlassung

Sollten Sie stationär aufgenommen oder entlassen werden (auch wenn Sie in einem externen Krankenhaus stationär behandelt werden), teilen Sie uns dies bitte sowohl am Behandlungsgerät, als auch an der Leitstelle mit.

Taxi

Damit das Taxiunternehmen am Ende der Therapie mit der Krankenkasse abrechnen kann,  benötigen Sie zur täglichen Dokumentation Ihrer Fahrt zur Bestrahlung einen Taxischein Diesen Schein erhalten Sie am ersten Tag der Behandlung an der Leitstelle. Einzelheiten entnehmen Sie bitte dem Informationsblatt über Taxibeförderungsscheine!

Termine

Die Termine für die nächsten Behandlungstage bekommen Sie an Ihrem Bestrahlungsgerät. Ein neuer Termin für die nächste Bestrahlung wird auf Ihrer Terminkarte vermerkt. Terminwünschen werden wir, soweit möglich, gerne berücksichtigen. Wir möchten Sie bitten, dass Sie entsprechende Wünsche oder Terminänderungen mit mehreren Tagen Vorlauf am Behandlungsgerät mitteilen.