Forschung

Description

Kooperationen

 

Zusätzlich zu den vielen Projekten in Kooperation mit Partnern aus der UMG, werden weitere Projekte auch in Kooperation mit nationalem und internationalem Partnern durchgeführt.

Eine Auswahl bisheriger und aktueller Kooperationen:

Strahlentherapie Frankfurt

C. Rödel: Klinische Forschung im Rahmen der Rectal Cancer Study Group

F. Rödel: Experimentelle Forschung an Anal-Karzinomen mit dem Schwerpunkt auf Virusassoziationen und prognostische Faktoren

 

Strahlentherapie Hannover

T. Dörk-Bousset, H. Christiansen: Genetische Prädiktoren des Therapieerfolgs bei Patientinnen mit Brustkrebs

T. Dörk-Bousset, H. Christiansen: Genetische Determinanten in der Genese und Therapie des Prostatakarzinoms

H. Christiansen: Auswirkung verschiedener Bestrahlungstechniken auf das Outcome und die Nebenwirkungen bei Patienten mit Kopf-Hals-Tumoren

Strahlenbiologie und molekulare Umweltforschung Tübingen:

K. Dittmann: Expression und Rolle des SGLT1 bei Tumoren unterschiedlicher Genese bezüglich der Strahlenwirkung

 

Strahlentherapie Brest (Frankreich)

O. Pradier, P. Miglierini: Experimentelle Untersuchungen zur Kombinationswirkung von Bestrahlung, Statinen und Antikörpern auf Tumor- und Normalgewebszellen unterschiedlicher Genese sowie der Wirkmechanismen

 

Leistungen

Ausstattung:

  • Klinische und experimentelle Bestrahlungseinrichtungen
  • Labore für Zellkultur, Zellbiologie, Molekularbiologie und Zytogenetik

 

Modellsysteme:

  • Großes klinisches Patentenregister mit zugehörigem Biomaterial
  • diverse Tumor- und Normalgewebe (primäre Kulturen und etablierte Linien)
  •  Phantome zur Bestrahlungsplanung und Dosimetrie
  • Verifikationssysteme (virtuell und physisch)
  • Deformables Matching 3-dimensionaler Bildgebungen

Methoden:

  • Experimentelle Röntgenbestrahlung (auch für Kleintiere)
  • Hochpräzionsstrahlentherapie aller Körperregionen (Radiochirurgie, Brachytherapie), dynamische Rotationsbestrahlungstechniken
  • Hyperthermie
  • Radiochemotherapie
  • gängige Zell- und molekularbiologische Methoden

Angebote:

  • Klinische Strahlentherapie
  • Planung, Entwicklung und Durchführung experimenteller Bestrahlungen von:
  • In-vitro-Systemen
  • Tiermodellen
  • Zell- und Gewebekultur
  • Dienstleistung: Beratung zu experimentellen Bestrahlungen

Projekte

Entsprechend der interdisziplinären und translationalen Ausrichtung der Forschung, werden viele Projekte in Kooperation mit Partnern aus der UMG durchgeführt.

Eine Auswahl der aktuellen und bisherigen Projekte:

Projekte mit der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Kinderchirurgie

  • Virusassoziation bei soliden Tumoren des Gastrointestinaltraktes
  • Modell der selektiven Leberteilbestrahlung als vorbereitende Maßnahme für eine Leberzell­transplantation

Klinische Forschergruppe KFO179 “Biological Basis of Individual Tumor Response in Patients with Rectal Cancer”:

  • Dokumentation und Prädiktion von Nebenwirkungen einer multimodalen Therapie beim Rektumkarzinom und Aufklärung molekularbiologischer und pharmakogenetischer Hintergründe
  • Bedeutung der Wnt- und Stat3- Signalwege für die Strahlenreaktion von gastrointestinalen Tumoren

Projekte mit der Klinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde

Klinisch:

  • Intraoperative Navigation zur Planung einer adjuvanten Strahlentherapie bei Malignomen der Mundhöhle und des Oropharynx
  • Prospektive Untersuchung zur Früherkennung von Zweittumoren im HNO-Bereich, im Bereich der Lunge sowie des Ösophagus nach kurativer Therapie eines Kopf-Hals-Tumors zur Verbesserung der Prognose der Patienten
  • Dokumentation und Analyse von Nebenwirkungen der multimodalen Therapie bei fortgeschrittenen Kopf-Hals-Karzinomen

Experimentell:

  • Identifizierung prognostischer Prädiktoren und neuer Therapiestrategien für Patienten mit Plattenepithelkarzinomen des Kopf-Hals-Bereiches – experimentelle und klinische Untersuchungen
  • Ursachen und Therapiemöglichkeiten des strahlenbedingten Hörverlustes
  • Einfluss von Tumorstammzellen auf die frühe lymphogene Metastasierung von Plattenepithelkarzinomen des Kopf-Hals-Bereichs

Projekt mit dem Institut für zelluläre und molekulare Immunologie

  • Die Rolle des Immunsystems für das Ansprechen und die Entwicklung von Nebenwirkungen bei der multimodalen Therapie von Patienten mit Kopf-Hals-Karzinomen

 

Projekte mit der Klinik für Mund- Kiefer- und Gesichtschirurgie

  • Einfluss der Bestrahlung auf die epitheliale mesenchymale Transition
  • Entwicklung des “Chorioallantoic membrane set up“ als Model für eine Radiochemotherapie bei Kopf-Hals-Karzinomen

 

Projekt mit der Klinik für Gastroenterologie

  • Strahleninduzierte Leberschädigung im Tiermodell und an primären isolierten Leberzellpopulationen

Projekt mit der Klinik für Palliativmedizin

  • Frühintervention bei metastasierten Tumorerkrankungen

 

Projekt mit dem Institut für Allgemeinmedizin

  • Entwicklung eines Arriba-Moduls zur Unterstützung der Therapieentscheidung bei Patienten mit Kopf-Hals-Karzinomen

Die Schwerpunkte der Forschungstätigkeiten

Die Analyse eigener klinischer Daten zeigte, dass für Patienten mit Rektum,- Anal- und Ösophaguskarzinomen, sowie für Patienten mit Tumoren im Kopf-Hals-Bereich eine starke Akuttoxizität ein Marker für eine vollständige Tumorregression oder für eine erhöhte Überlebenswahrscheinlichkeit nach Radiochemotherapie ist. Die Ursachen für die gegenseitige Beeinflussung von Tumor- und Normalgeweben ist noch wenig verstanden. Unter Berücksichtigung von therapie- tumor- und patientenbezogenen Faktoren werden diese Zusammenhänge schwerpunktmäßig untersucht.

Die klinischen-therapeutischen Aspekte beinhalten Zusatzerkrankungen, das Geschlecht und „confoundingfactors“ der bildgebenden und strahlentherapeutischen Techniken und der medikamentösen Maßnahmen. Um eine homogene Behandlung der Patienten sicher zu stellen, werden die durchgeführte Strahlentherapie (Dosis-Volumen-Verteilung) und die Chemotherapie exakt gemessen und dokumentiert. So sollen patienten- und behandlungsbedingte Einflussfaktoren erfasst und gewichtet werden.

Tumorspezifisch wird in der Zellkultur und in Mausmodellen die Auswirkung verschiedener Radiochemotherapie-Schemata bestimmt. Durch gezielte Variation der Fraktionierungsschemata und der Kombinationschemotherapeutika wird die individuelle Radiosensitivität ermittelt. Die Analyse von Gen- und Proteinexpressionsmustern dient der Aufklärung möglicher Ursachen unterschiedlicher Strahlensensitivitäten. Untersuchungen zum Tumormikromilieu, insbesondere die Expression diverser Chemokine, sollen helfen die gegenseitige Beeinflussung von Tumor- und Normalgewebe zu verstehen und prädiktive Marker zu identifizieren.

Bei den patientenbezogenen Faktoren stehen die genetische Variabilität der Patienten, ihr Immunstatus und eine mögliche Virusassoziation im Vordergrund. Im Hinblick auf die genetische Variabilität werden Genprodukte untersucht die direkt oder indirekt an der Verarbeitung von Strahlenschäden und dem Transport und Metabolismus von Chemotherapeutika beteiligt sind. Des Weiteren wird als Intermediärparameter der Radiochemotherapie die chromosomale Aberrationsrate in Leukozyten erfasst. Der Immunstatus der Patienten wird an Blutproben die vor, während und nach Abschluss der Therapie entnommen werden, bestimmt. Virusassoziationen werden derzeit an Tumorproben mittel IHC, PCR und in-situ-Hybridisierung analysiert.

Veröffentlichungen

Die Publikationen der Klinik und der Kooperationspartner sind auf folgender Seite zu finden.

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